Schenke an den Grenzen von Sachsen.
Karl von Moor unterhält sich mit Spiegelberg.
Er schimpft über das "schlappe Kastratenjahrhundert" (22), in dem sie leben.
Konvention und Gesetz würden den freien Geist des Menschen einschränken.
Spiegelberg gefällt diese revolutionäre Haltung und er stachelt Karl weiter an.
Karl hingegen möchte zurück zum Vater und seiner geliebten Amalia.
In seinem Brief an den Vater, hat er diesen bereits um Vergebung gebeten und hofft nun auf Antwort.
Schweizer, Grimm, Roller, Schufterle und Razmann treten auf.
Karl erhält den Brief und gerät außer sich, als er dessen Inhalt, nämlich seine Verstoßung vom väterlichen Schloss, begreift. Die anderen empören sich mit ihm und machen sich über Franz, der den Brief verfasst hat, lustig.
"Ein zuckersüßes Brüderchen! In der Tat! - Franz heißt die Kanaille?" (29)
Spiegelberg nutzt die erhitzte Stimmung und fordert die Anwesenden auf, in den böhmischen Wäldern eine Räuberbande zu gründen.
Doch als es um die Wahl eines Hauptmanns geht, wählen die anderen, zu Spiegelbergs persönlichem Leidwesen, Karl von Moor und nicht ihn selbst.
Karl, aus Wut auf den Bruder, willigt ein und sie schwören sich alle Treue.
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